Der häufigste Grund, nicht implantieren zu können, ist ein zu geringes Knochenangebot. Es gibt heute chirurgische Möglichkeiten zum Aufbau des Kieferknochens, jedoch sind diesen Techniken bei extremem Knochenschwund (Atrophie) Grenzen gesetzt. Nach einer ausführlichen Diagnostik und dreidimensionalen digitalen Volumen Tomographie (DVT) des Kieferknochens muss man hier von Fall zu Fall entscheiden. Oft kann man mit mehreren kurzen Implantaten noch genügend Stabilität erzielen.
Knochenschwund kann Folge einer lang bestehenden Parodontitis sein. Hier ist es sinnvoll, frühzeitig zu entscheiden, ob die Zähne besser entfernt und durch Implantate ersetzt werden sollten.

Wenn man wartet, bis die Zähne von selbst herausfallen, ist der Knochendefekt meist sehr groß. Eine andere Ursache für Knochenschwund ist die lang andauernde Zahnlosigkeit. Ohne funktionelle Belastung durch Zähne oder Implantate bildet sich der Knochen zurück, ähnlich wie ein Muskel, der nicht mehr bewegt wird. Schlecht sitzende Prothesen beschleunigen den Knochenabbau zusätzlich. Auch hier gilt: Frühzeitige Entscheidung zur Implantation beugt der Atrophie vor.

Es gibt nur wenige, schwere Allgemeinerkrankungen, die eine Zahnimplantation verbieten. Im Einzelfall muss zusammen mit dem entsprechenden Facharzt eine Entscheidung getroffen werden. Patienten mit Diabetes, Osteoporose und Herzerkrankungen, Patienten nach Tumoroperationen und Patienten die Medikamente gegen die Blutgerinnung nehmen, sind heutzutage unter fachärztlicher Kontrolle meist ohne Probleme mit Implantaten zu versorgen.
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Wann kann man keine Implantate einsetzen?